Behandlungsschwerpunkt Zwänge

Zwangshandlungen

Unter Zwangshandlungen oder -ritualen werden Verhaltensweisen verstanden, welche ständig ausgeführt werden müssen. Diese Handlungen dienen nicht dazu, nützliche Aufgaben zu erfüllen sondern werden im Gegenteil als unangenehm, sinnlos und ineffektiv empfunden. Dennoch können die Verhaltensweisen nicht unterlassen werden, da schlimme Folgen erwartet werden, wenn eine Handlungsvermeidung erfolgen würde. Dieses „Muss“ zur Handlung löst dabei einen starken Leidensdruck aus.
Als Beispiele für Zwangshandlung gelten Sauberkeits- und Ordnungszwang, Waschzwang, Kontrollzwang, bei welchem häufig kontrolliert werden muss ob etwa Herd abgestellt, Licht ausgeschaltet oder Türen abgeschlossen sind. Im Rahmen von Zwangshandlungen ebenfalls typische Maßnahmen sind Vermeidung von bestimmten Gegenständen wie zum Beispiel alles was braun ist, Ausführung bestimmter Handlungen wie jede Türklinke berühren, oder auch magische Vorsichtsmaßnahmen wie Zählen oder Berühren eines Talismans bzw. bestimmter Körperteile.

Zwangsgedanken

Dies sind Gedanken, welche den Betroffenen aufdringlich immer wieder in den Sinn kommen und beschäftigen. Personen mit Zwangsgedanken haben das Gefühl, die Gedanken nicht beeinflussen und kontrollieren zu können und empfinden die Gedanken durch den häufig gewalttätigen, obszönen oder sinnlosen Inhalt als belastend und abstoßend. Durch das intensive Auftreten der Zwangsgedanken ist die Lebensqualität von Betroffenen stark beeinflusst.

 

zurück